Dethleffs: Thomas Fritz geht und der „evan” kommt

Dethleffs: Thomas Fritz geht und der „evan” kommt

Februar 13, 2012  |  Allgemein, Ausgabe 03/2011, Hersteller Infos  |  Share

Dethleffs „evan” stellt den Van unter den Reisemobilen dar.

Viel beachtet bei der Erstpräsentation auf der CMT in Stuttgart war der Dethleffs „evan“, eine Fahrzeugstudie zum Thema alltagstaugliches Reisemobil.

 

Wenn nicht jetzt, wann dann. Getreu diesem Motto hat der langjährige Dethleffs-Geschäftsführer Thomas Fritz die Familie Hymer gebeten, ihm eine Auszeit zur Verwirklichung lang geplanter Projekte zu gewähren.

Die Zeit sei reif, um nach 21 Jahren erfolgreicher Tätigkeit in verschiedenen Firmen der Familie Hymer einmal auch private Dinge zu priorisieren, sagte Fritz. Die CMC-Firmen seien wirtschaftlich hervorragend aufgestellt, die Führungsmannschaft mit neu eingestellten Managern optimal besetzt, und die Gesamtstrategie liege in guten erfahrenen Händen. Der Zeitpunkt für diese, laut Fritz in Managementkreisen leider immer noch ungewöhnlichen Bitte, passe optimal. Thomas Fritz (45) wird zum 31. März 2012 auf eigenen Wunsch aus der Geschäftsführung der Dethleffs GmbH & Co. KG und der CMC Caravan GmbH & Co. Beteiligungs KG ausscheiden. „Wir bedauern diesen Wunsch, können ihn aber auch nach den Belastungen der vergangenen Jahre und seinem enormen Einsatz verstehen“, so Johannes Stegmaier, Beiratsvorsitzender der CMC. „Herr Fritz hat sich in den vergangenen Jahren stets für die Belange der Unternehmen der Familie Hymer und vor allem der Marke Dethleffs und deren Töchter eingesetzt. Wir wünschen ihm für die Verwirklichung seiner Pläne alles Gute“. Projektbezogen wird Herr Fritz der CMC und der Familie Hymer bis Januar 2015 weiterhin beratend zur Verfügung stehen. In der Schwäbischen Zeitung online, Stadtnachrichten Isny, dem Wohnsitz von Thomas Fritz und Geschäftssitz von Dethleffs, finden wir dazu die folgende Meldung als Originalzitat: „… den Großteil seiner Zeit wird Fritz nun seiner neuen Partnerin Bianca, deren beiden Söhnen, seinen eigenen 13-jährigen Zwillingen sowie seinem ­Bearded-Collie Oscar widmen. „Eine junge Hündin wird demnächst noch dazu kommen.“ Und: „Freundschaften, die aufgrund fehlender Zeit zu kurz gekommen seien, will der Mann, der in Isny seine Heimat gefunden hat, endlich pflegen sowie den Jagd- und den Segelschein machen.“ Soweit die Schwäbische Zeitung. Darüber hinaus erfahren wir aus der gleichen Meldung, dass sich Thomas Fritz zukünftig als Kommunikationstrainer sein Brot verdienen will. Dazu kommt das Schreiben von Fachbüchern zum Thema Rhetorik. Er hat sich dafür bereits europaweit den Titel „Rhetainment“ schützen lassen. Er steht für Rhetorik und Entertainment und ist die Zukunft der Kommunikation im Geschäftswesen schlechthin. Thomas Fritz war seit 1991 in der Caravaning-Branche tätig. Er startete als Personalleiter bei Dethleffs und wurde wenig später Marketingleiter. 1995 wechselte Fritz als Geschäftsführer zu TEC. Seit 1997 war er Geschäftsführer bei Dethleffs. In diese Zeit fielen auch die Gründung von McRent, Capron, Sunlight und Caraconsult. Seit 1. Januar 2010 war Thomas Fritz zusätzlich für die CMC und die Marken LMC und TEC zuständig. Als Abschiedsgeschenk stellte Thomas Fritz auf der CMT in Stuttgart die Designstudie „evan“ dem geneigten Publikum zur Entscheidung, ob der praktische Integrierte von seinen Nachfolgern so gebaut werden soll.

Business Class: Vier bequeme und individuell verstellbare Einzelsessel für genussvolle Gespräche in trauter Runde.

 

 

 

 

Kompakt, flexibel, alltagstauglich“ so beschreibt Michael Studer, seines Zeichens Designer des „evan“, seinen neusten Entwurf. Bereits seit 10 Jahren verbindet Dethleffs und Michael Studer eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Seine designerische Handschrift ist deshalb auch überall im Dethleffs-Modellprogramm zu finden. Auch bei den Kundenprojekten wie dem Frauenmobil oder dem Family Caravan war es Studer, der den Ideen der Kunden ein Gesicht gab. Das zehnjährige Jubiläum soll nun ein besonderes Highlight krönen: Mit dem „evan“ erfüllt sich Studer einen schon lange gehegten Wunsch: „Ich war schon seit längerem fest überzeugt, dass die Zeit reif ist für ein neues Fahrzeugkonzept. Ein flexibles, kompaktes Fahrzeug, das die Vorteile unterschiedlicher Reisemobilkonzepte miteinander kombiniert.“ Von außen wirkt der „evan“ mit seiner Bicolor-Farbgebung auf den ersten Blick wie ein großer Van. Ein Eindruck, den die für ein Reisemobil ungewöhnlich kurzen Überhänge, die insgesamt sehr knuffige Form und natürlich die imposanten 18-Zoll-Felgen hervorrufen. Nur 565 Zentimeter lang und 215 Zentimeter breit ist er und verspricht damit eine hohe Alltagstauglichkeit. Diese wird durch die breiten Aufbautüren an der rechten Seite und im Heck unterstützt. Über sie lässt sich nicht nur der Innenraum bequem betreten, auch Transportaufgaben sind einfach zu meistern.

Welche Reisemobilküche bietet mehr Arbeitsfläche? Reicht auch diese nicht aus für das Schlemmerbuffet, wird die Rückenlehne des Beistellhockers hochgeklappt, und schon bieten sich 135 Zentimeter Fläche an.

 

Der Innenraum ist so geschnitten, dass über die gesamte Aufbaulänge geladen werden kann. Mal schnell lange Holzleisten oder eine Rolle Teppich im Baumarkt holen? Mit dem „evan“ kein Problem. Im Heck ist zudem auch für sperrige Gegenstände Platz. Das liegt an den flexiblen Möbel- und Funktionselementen, die in ihrer Grundstellung sehr schmal gehalten sind, bei Bedarf jedoch vergrößert werden können. So lässt sich der Toilettenraum in zwei Stufen erweitern und bietet in der größten Ausbauvariante üppigen Bewegungsraum. Der Heckschrank lässt sich für Urlaubsfahrten mit mehr Gepäck durch ein Faltregal einfach erweitern. Bis zu sechs Personen gehen mit dem „evan“ auf Reisen. Vier von ihnen finden auch im Wohnraum äußerst bequeme, ergonomisch geformte Einzelsitze vor, mit gutem Seitenhalt und individuell einstellbaren Rückenlehnen. Diese sind längs und teilweise auch quer verschiebbar. Geschlafen wird in einem großzügigen Hubbett mit einer Liegefläche von 190 mal 150 Zentimetern, das tagsüber platzsparend unter dem Fahrerhausdach positioniert ist. Zwei weitere Schlafplätze bietet das große Aufstelldach mit stattlichen 205 mal 142 Zentimeter Liegefläche, das zudem über großflächige Lüftungsöffnungen und ein üppiges Panoramafenster verfügt. Die vier Schlafplätze stehen somit ohne aufwendigen Umbau von Sitzgruppen oder Ähnlichem zur Verfügung und nehmen trotzdem keinen Wohnraum in Anspruch. Einer der Gründe, wie die kompakte Außenlänge des „evan“ erreicht werden konnte. Wird aus dem Kurztrip eine Urlaubsfahrt, weiß der „evan“ auch hier zu überzeugen – mit einer komplett ausgestatteten Küche inklusive Spüle, zwei mobilen Gaskartuschen-Kochern und ­einem hochgesetzten 88-Liter-Kühlschrank. Bis zu 135 Zentimeter Arbeitsfläche bietet die „evan“-Küche und ein praktisches Seitenstaufach daneben. Der variable Toilettenraum verfügt über ein herausnehmbares Porta Porti, Waschbecken und eine Duschmöglichkeit. Bei kühler Witterung heizt ­eine Unterflur-Dieselheizung ein. „Für mich heißt Reisemobil, reisen zu können und mobil zu sein. Mobil auf der Reise. Und mobil im Alltag.“ Diesen Anspruch von Michael Studer erfüllt der evan ­ohne jeden Zweifel. Der „evan“ ist als seriennahe Fahrzeugstudie auf der CMT in Stuttgart dem interessierten Publikum vorgestellt worden. Ob und, wenn ja, wann er als Serienfahrzeug auf den Markt kommt, dazu hält sich Dethleffs-­Geschäftsführer Thomas Fritz, dessen Abschiedsgeschenk an Dethleffs der „evan“ darstellt, noch bedeckt: „Der evan besetzt ein ganz neues Marktsegment. Wir warten jetzt die Reaktion unserer Kunden und Handelspartner auf die Fahrzeugstudie ab. Sollte das Mobil so einschlagen, wie wir es erwarten, wäre eine Realisierung aufgrund der seriennahen Konstruktion noch im Jahr 2012 denkbar.“ Hoffen wir es mit den vielen Interessenten dieses tollen Fahrzeugkonzepts.

Zu guter Letzt das Heck: Kein integriertes Reisemobil bietet einen formschöneren Abschluss und eine praktische Hecktür. Deshalb die Forderung: Bauen!


 

 

 

 

 

 


Text: Hans F. Schwarz; Bilder: Hans F. Schwarz/Werk

 

 

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